Sandra Klein

Sandra Klein, geboren 1978 in Saarbrücken, kam nie so recht von den Brettern los, die die Welt bedeuten. Viele Jahre als Hobby getarnt, wurde die Schauspielerei zwar nicht zum Beruf, aber zur Berufung, und das Theater an sich zum Zweitjob.

1996 stieg sie als Statistin ins Dudweiler Statt-Theater ein, dem sie fast 10 Jahre die Treue hielt.
Dort war sie als Urmel in „Urmel aus dem Eis“, Rebecca in „Kloß im Hals“, als Tyrante in „Crazy- Total verrückte Hexen“ und als Herzkönigin in „Alice im Wunderland“ zu sehen.

Nach ihrer ersten Regiearbeit für „Statt-Theaters Fliegenden Zirkus“, erfüllte sie sich mit der Inszenierung von „Romeo und Julia“ und der Rolle des Mercutio einen doppelten Traum.

Seit 2003 ist sie Mitglied des Neunkircher Musicalprojektes, welches ihr neue Möglichkeiten eröffnen sollte. Hier spielte sie in „The Casting“ die Rolle der Kelly und in „Merlin- wir können auch anders“ die Larissa. 2003 machte sie einen weiteren Abstecher nach Neunkirchen und übernahm die Rolle des gestiefelten Katers im gleichnamigen Weihnachtsmärchen des Theaters Kulisse.

Diverse Praktika, z.B. beim theater überzwerg und im Zeltpalast Merzig überzeugten Klein, dass eine Abwendung vom eigentlichen Beruf hin zum Theater die richtige Entscheidung sein würde.

Nach einer Hospitanz im Saarländischen Staatstheater entschied sie sich zudem, in Zukunft weiter mit Amateuren arbeiten zu wollen. 2005 nahm sie beim Statt-Theater ihren Hut und brach mit der Bohemian Company und der Produktion „Viel Lärm um nichts“ zu neuen Ufern auf.

Zu ihren Traumrollen zählen hauptsächlich unverantwortliche Männerrollen, aber Rollen wie die Marquise de Merteuil in „Gefährliche Liebschaften“ oder die der Kaiserin Nymphomania in „Mel Brooks´ verrückte Geschichte der Welt“ wären für Klein durchaus verführerisch.

Ihre Vorbilder und ihr Halt in allen Lebenslagen sind ihre Eltern.

2006 nahm Klein erneut mit der Rolle der Hotelmanagerin Bertha Stark am Musicalprojekt Neunkirchen teil.

Von Kindesbeinen an ein Fan von Alexandre Dumas, seines Zeichens einer der größten und beliebtesten Romanciers Frankreichs, war sie stolz, mit der  Inszenierung „Die Jugend der Musketiere“ (nach einer Übersetzung von Maike Claussnitzer) ein Originalstück des Meisters auf die Bühne bringen zu können. Mit der Rolle des Musketiers Athos erfüllte sich zudem ein lang gehegter Wunsch und der Versuch einer weiteren unverantwortlichen Hosenrolle.

Im "Sommernachtstraum" spielte sie ihr Alter Ego Khan - einen verwirrten Regisseur - und in der Musik-Revue "Bohemian Dreams" die Isabeau, eine Frau zwischen zwei Männern.

Beim Neunkircher Musicalprojekt folgten weitere Spielzeiten und weitere Rollen: die Phomania in "Lysistrate" und Marina von Achenbach in "Stumm".

Zur ihrer Freude durfte sie 3 Jahre lang am Reformklassenprojekt des theaters überzwerg teilnehmen, in dessen Zuge sie Schüler der ERS Freiherr von Stein in Wiebelskirchen als Theaterpädagogin unterrichtet hat.

In der Neuinszenierung von "Romeo und Julia" übernahm sie ein weiteres Mal die Rolle der Mercutio. Und wie könnte es anders sein - nach ihrer Regie in "Von Mäusen und Menschen" folgte mit Hamlet wieder eine Männerrolle.

In Letterland dagegen durfte es mit der Rolle der Marie-Luise mal ein richtiges Weibsbild sein.
Darauf folgt nun die Laura in der Lesung von Nick Hornbys Kultroman "High Fidelity".