Gabriel Schneider

Gabriel Michel Schneider wurde am 1993 in Neunkirchen geboren. Der junge Mime kam schon im Kindesalter auf den Geschmack. Zu seinen frühsten Theatererinnerungen zählt das Nachspielen von Filmen vor den anderen Kindergartenkindern, wofür er in die „Kuschelecke“ verbannt wurde. Offenbar ängstigte er die anderen Kinder mit seinem realistischen Spiel und wenn man sich seine Vorbilder und Wunschrollen so ansieht, verwundert einen dies nicht weiter.

Zu seinen Lieblingsschauspielern zählen neben Hugh Laurie und Felix Goeser eben auch Jack Nicholson und Alan Rickman, beides Schauspieler, die mit eher düsteren Charakteren bekannt wurden. Schneider ist zudem ein grosser Fan von Büchner, und so gehört der verstörte Woyzeck ebenso zu seinen Wunschstücken wie der düstere Macbeth und Arther Miller´s „Hexenjagd“. Bei diesen Stücken denkt Schneider nicht nur ans spielen. Sein Wunsch wäre hier auch eine eigene Inszenierung.
 
Als Schauspieler hat Schneider für sein junges Alter schon eine Menge auf dem Kerbholz. Was klein anfing - als Koch in einer Aufführung des Kindergottesdienstes – wurde langsam immer größer.
 
Über einen Theaterworkshop im Alter von 5 Jahren zum organisieren von kleinen Theaterstücken mit Freunden im eigenen Wohnzimmer im Grundschulalter kam dann der große Sprung zum Neunkircher Musicalprojekt, dem er bis heute treu geblieben ist.
 
Im ersten Stück „The Casting“ (2003) agierte er im Kinderchor. Gleich in der zweiten Produktion 2004 konnte Schneider dann sein Können beweisen. Als junger Arthus in „Merlin – wir können auch anders“ begeisterte er das Publikum mit seinem natürlichen Spiel. Der Lohn kam nach der Wiederaufnahme im Jahr 2005, als diese Rolle ihm den Kulturförderpreis der Stadt Neunkirchen einbrachte.
 
Im gleichen Jahr war er außerdem Preisträger des saarländischen Schillerwettbewerbs, was ihm und einem Freund eine Reise nach Weimar einbrachte.
 
Übers Musicalprojekt kam er 2004 dann auch zum „Vokalensemble des Musicalprojektes Neunkirchen“ (VEMP) und zum Neunkircher Theaterverein „Kulisse“, wo er bei „Neunkirchen liest Astrid Lindgren“ gleich in mehreren Rollen agierte: als Michel von Lönneberga, Karlson vom Dach, Thomas aus Pipi Langstrumpf und Birk aus Ronja Räubertochter. Im Weihnachtsmärchen spielte er als Pinocchio bei der Kulisse seine erste größere Rolle. 2007 folgte die Rolle des Ceremonienmeisters in Büchners „Leonce und Lena“ und der Trichinosis in Woody Allans "Gott".
 
Schneider spielt zudem Akkordeon und Klavier, und neben seiner großen Leidenschaft Theater, spielt er Tennis und liebt britische Filme.
 
Bei den Bohemians gab Schneider sein Debüt 2007 in „Die Jugend er Musketiere“.  In der Rolle des Biscarat,  Hauptmann der Kardinalsgarden, Francois, dem königlichen Diener, und dem Attentäter Felton begeisterte er Publikum und Kollegen gleichermaßen mit seinem Talent und seiner Wandlungsfähigkeit.
 
In der nächsten Produktion der Bohemian Company „Ein Sommernachtstraum“, einem Musical nach W. Shakespeare, übernahm Schneider die Liebhaberrolle des Raja (Lysander im Original) und in „Bohemian Dreams“ führte er als Jack-Jack, Teil einer gespaltenen Persönlichkeit durch die Revue.
 
In "Der Falke" - einer Regiearbeit von Ela Otto spielte er den Steve und überzeugte Presse und Publikum gleichermaßen mit einer brillianten Leistung.
 
Seit 2008 macht Schneider nun die ersten Schritte in Richtung Profi-Karriere mit seinem Eintritt in den Jugendclub des Theaters Überzwerg. In „Heißes Wasser für Alle“ übernahm er dort seine erste Rolle, weitere werden sicherlich folgen.
 
Im Neunkircher Musicalprojekt 2009 spielte er die Rolle des behinderten Nolli und riss die Zuschauer damit zu verdienten Begeisterungsstürmen hin.
 
Neben Abraham und Paris in „Romeo und Julia“ folgte in „Von Mäusen und Menschen“ die Hauptrolle Georg - Schneider konnte auch in dieser Rolle wieder brillieren.
 
Nun darf man gespannt sein, was noch alles folgt - denn Schneider wechselt nun bald ganz ins Profilager. Ab Herbst 2011 macht er eine Ausbildung an der Ernst Busch Schauspielschule in Berlin. Wir wünschen ihm nur das Beste - wir werden ihn vermissen und hoffen auf ein Wiedersehen!